RFID-Smartcards vereinen heute alle möglichen Funktionen – wie die Identitätsprüfung, Zahlungen und den Zutritt zu Gebäuden – in einem praktischen kontaktlosen Gerät. Es ist nicht mehr nötig, verschiedene Schlüssel, Ausweise oder Essenskarten mit sich zu führen. Für Studierende und Lehrkräfte wird der Zugang zu Hörsälen, Wohnheimen und Forschungslaboren kinderleicht. Sie können sogar ihre Mahlzeiten in der Mensa bezahlen, Druckaufträge in der Bibliothek abrufen oder Snacks aus Automaten entnehmen, indem sie die Karte kurz über das Lesegerät halten. Auch die Schule spart dadurch Geld: Der Verwaltungsaufwand sinkt um etwa 30 %, und wenn jemand seine Karte verliert, kostet die Ersetzung nur noch die Hälfte im Vergleich zu früher. Sicherheitstechnisch sind diese Transaktionen durch starke AES-128-Verschlüsselung geschützt, sodass kaum Gefahr besteht, dass persönliche Daten gestohlen oder gefälschte Kopien der Karten angefertigt werden.
Diese Systeme arbeiten nach dem ISO-14443-A-Standard – dem gleichen Protokoll, das auch NFC zugrunde liegt – und gewährleisten so eine breite Kompatibilität mit der bestehenden Campus-Infrastruktur. Speichersektoren sind logisch unterteilt, um kritische Funktionen zu isolieren:
Diese Architektur unterstützt eine skalierbare Erweiterung von Dienstleistungen – wie etwa die Ausleihe von Laborgeräten oder die Erfassung von Veranstaltungsteilnahmen – ohne dass Karten neu ausgestellt werden müssen. Die Frequenz von 13,56 MHz ermöglicht eine zuverlässige Kurzstreckenkommunikation (<10 cm) und bietet ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sicherheit und Schutz vor versehentlichen Lesevorgängen.
Das RFID-System mit Smartcards bearbeitet Zahlungen in weniger als einer halben Sekunde, wodurch die langen Schlangen zur Mittagszeit in den Essensbereichen der Campus-Cafeterias deutlich verkürzt wurden, wo die Wartezeiten früher über 20 Minuten betrugen. Wenn die Studierenden einfach ihre Karten am Terminal antippen, anstatt mit Bargeld und Unterschriften umzugehen, beschleunigt sich der Ablauf erheblich für alle Beteiligten. Einige Schätzungen deuten darauf hin, dass der Service dadurch dreimal so schnell ist wie bei den alten Methoden. Das System verfolgt außerdem sofort die Kontostände zwischen verschiedenen Anbietern dank sicherer verschlüsselter Verbindungen, sodass keine finanziellen Daten unterwegs kompromittiert werden.
Laut dem JISC 2023 Digital Insights Report haben etwa drei Viertel der britischen Universitäten Bargahlungen auf ihren Campusgeländen abgeschafft. Die meisten dieser Hochschulen (etwa 92 %) setzen dabei auf RFID-Smartcards als Hauptzahlungsmittel für Studierende und Mitarbeiter. Die Universitäten verzeichnen durch diese Umstellung durchaus beeindruckende Ergebnisse. Der Service in Cafés und Läden ist im Durchschnitt etwa 40 Prozent schneller als zuvor, und es gibt auch einen interessanten Nebeneffekt: Spontankäufe haben um rund 17 % zugenommen. Dies liegt offenbar daran, dass die Menschen nicht zweimal überlegen, bevor sie ihre Karte tippen, anstatt nach Münzen zu suchen. Über die Erleichterung von Zahlungen hinaus bieten diese Systeme zusätzliche nennenswerte Funktionen. Viele Einrichtungen ermöglichen es Eltern, Ausgabenlimits aus der Ferne festzulegen, während andere über ihre Mobil-Apps verfolgen, was Studierende im Laufe der Woche essen. Einige senden sogar Warnhinweise, wenn jemand zu oft ungesunde Lebensmittel kauft.
RFID-Smartcards eignen sich hervorragend für die Einrichtung detaillierter, rollenbasierter Zugriffskontrollen. Studierende erhalten grundlegenden Zugang zu Laboren, Doktorand:innen können bei Bedarf länger bleiben, und nur Personen, die in Wohnheimen leben, können diese auch betreten. Das System basiert auf einer starken 128-Bit-AES-Verschlüsselung während jedes Ein- und Auscheckvorgangs. Dadurch werden Probleme behoben, die anderswo aufgetreten sind, wo herkömmliche Zugangskarten leicht geklont werden konnten. Laut den aktuellen Sicherheitsberichten von 2022 aus Hochschulcampi hatte etwa ein Drittel der herkömmlichen Systeme genau dieses Problem. Zudem sind zeitliche Beschränkungen in das System integriert. Wenn jemand außerhalb der erlaubten Zeiten Zugang versucht, öffnet sich die Tür unabhängig vom Versuch nicht.
Schuladministratoren können nun über zentrale Steuerungssysteme die Zugriffsberechtigungen für alle Gebäude anpassen. Wenn beispielsweise ein Student vom Ingenieurstudium zum Wirtschaftsstudium wechselt oder in einen anderen Wohnheimkomplex zieht, erhält sein RFID-Ausweis innerhalb weniger Minuten neue Berechtigungen für Labore und Wohnheime. Diese Echtzeit-Sperrung hat kürzlich an mehreren britischen Hochschulen mit Sicherheitsvorfällen einen großen Unterschied gemacht. An diesen 18 Universitäten konnten Mitarbeiter gestohlene Zugangskarten deaktivieren, bevor jemand auf Sperrbereiche zugreifen konnte, wodurch das Sicherheitsrisiko im Vergleich zu den herkömmlichen Methoden der manuellen Ersetzung physischer Schlüssel in fast neun von zehn Fällen reduziert wurde.
RFID-Smartcards bringen sowohl operationell als auch hinsichtlich des Nutzererlebnisses echte Verbesserungen auf Campussen. Bei Essensausgaben laufen Transaktionen etwa 30 bis 40 Prozent schneller ab als bei Bargeldzahlungen, was bedeutet, dass Studierende ihre Mahlzeiten tatsächlich genießen können, ohne sich beeilen zu müssen. Für Administratoren wird die Verwaltung von Zugangsberechtigungen ebenfalls viel einfacher. Der Arbeitsaufwand sinkt um rund ein Viertel, wenn Schulen nicht mehr separate Karten für verschiedene Bereiche wie Bibliotheken, Wohnheime und Cateringdienste verwalten müssen. Die Rückmeldungen der Studierenden zeigen durchweg eine Zufriedenheit, die nach Einführung dieser Systeme um etwa zwei Drittel ansteigt. Die meisten erwähnen, wie praktisch es ist, nur noch eine Karte tragen zu müssen, die überall funktioniert – vom Hörsaal bis zur Cafeteria. Sicherheitstechnisch gibt es einen weiteren großen Vorteil: Im Vergleich zu altmodischen mechanischen Schlüsseln oder den schnell verschleißenden Magnetstreifenkarten reduzieren diese Karten Einbrüche und unbefugte Zugänge nahezu vollständig.